Das Reiten – was beachten?

Reiten ist einer der wenigen Sportarten, die man nur zusammen mit einem vierbeinigen Partner ausüben kann. Wer reiten lernen will, sollte sich darüber im Klaren sein, was der Umgang mit einem so großen Tier wie einem Pferd oder Pony bedeutet.

Voraussetzungen

Wer reiten lernen möchte, hat meist schon mal Erfahrungen mit Pferden gemacht. Er hat sie gestreichelt, den typischen Stallgeruch geschnuppert und die Faszination gespürt, die von diesen Wesen ausgeht. Doch Tierliebe allein reicht nicht aus. Im Umgang mit Pferden, sei es als Sport- oder Freizeitpartner, ist eine große Portion Einfühlungsvermögen und unbedingte Fairness gefordert, um einen harmonischen und gefahrlosen Umgang zu gewährleisten. Ein gewisses Maß an sportlicher Fitness erleichtert das Erlernen der beim Reiten geforderten Körperbeherrschung.

Reitweisen

Dressurreiten ist das Zusammenspiel von Pferd und Reiter, bei dem schwierige Lektionen in allen drei Grundgangarten, dem Schritt, Trab und Galopp, exakt gehorsam und doch harmonisch, gezeigt werden sollen.

Springreiten erfordert von Pferd und Reiter eine besondere Begabung, um diese Sportart erfolgreich ausüben zu können. In verschiedenen Prüfungen werden entweder nur der Sitz und die Einwirkung des Reiters bewertet (Stilspringen), oder die Springmanier des Pferdes ( Springpferdeprüfung) oder Springen nach Fehlern und Zeit, die in verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt sind.

Westernreiten bedeutet viel mehr als das, was man in Cowboyfilmen im Fernsehen sieht.
Es verlangt eine extreme, jedoch immer faire Konsequenz mit dem Pferd beim Reiten und im Umgang, da man besonderen Wert auf einen ausgeglichenen, zuverlässigen Partner legt. Im Unterschied zu den anderen Reitweisen wird das Westernpferd mit langen Zügeln und Gewichtsverlagerungen im Sattel bewegt, was große Körperbeherrschung und Feingefühl voraussetzt.

Gefahren

Das Pferd ist ein Fluchttier, das heißt, bei Angst oder Schreck hat es den Reflex, zu flüchten. Daher bleibt auch bei fachmännischem Umgang immer das Risiko des Unberechenbaren. Um die Gefahren im Umgang mit Pferden so gering wie möglich zu halten, ist ein beiderseitiges vertrauensvolles Verhälnis nötig. Nur dann hat man die Chance, das Pferd auch in kritischen Situationen unter Kontrolle zu behalten.

Ist man von der Leidenschaft für Pferde und das Reiten gepackt, läßt sie einem meist ein Leben lang nicht mehr los. Auch ist der Besitz eines eigenen Pferdes mit nicht unerheblichen Kosten und großer Verantwortung verbunden. Jedoch ist es möglich, beim Reiten auf einzigartige Weise sportlichen Erfolg, Entspannung und unverfälschte Freude zu finden.