Laser in der Pferdemedizin

Der Laser ist eine stark gebündelte, energiereiche Lichtquelle. Dieses Prinzip hat Albert Einstein bereits 1917 theoretisch formuliert und im Jahre 1960 haben Wissenschaftler das erste Lasergerät hergestellt. Seit diesem Jahr steht die medizinische Forschung in diesem Bereich nicht mehr still und es lassen sich ungeahnte Erfolge mit mittlerweile verschiedenen Lasergeräten erzielen. Der Laser lässt sich dank einer ebenfalls sehr gut entwickelten EDV exakt steuern – der Lasereffekt ist sehr gut kontrollierbar und lässt sich punktgenau einsetzten. Bei Pferden kommen Laserbehandlungen im therapeutischen und im chirurgischen Bereich zum Einsatz.

Die Laserchirurgie

Kommt ein Laser bei einem operativen Eingriff zum Einsatz, verödet das Laserlicht die umliegenden Blutgefäße. Das hat den Vorteil, dass das OP-Feld frei von Blutungen bleibt und sich auch ein Nachbluten gut vermeiden lässt.  Im Einwirkbereich hat der Laser eine desinfizierende Wirkung, die bis zu 99 Prozent der Viren und Bakterien abtötet, was sich natürlich auch gut auf die weitere Gewebsheilung auswirkt. Die chirurgischen Anwendungen in der Pferdemedizin sind zum Beispiel das Entfernen von Tumoren, Geschwüren und Warzen, Zahnbehandlungen, Augenoperationen, endoskopische Eingriffe oder auch arthroskopische Operationen

Die Lasertherapie

Im chirurgischen Bereich kommt der Laser punktgenau zum Einsatz – im therapeutischen Bereich sprechen wir in den meisten Fällen eher von einer Bestrahlung die defokussiert, also eher flächig, eingesetzt wird. Das Laserlicht regt den Stoffwechsel in den Zellen des bestrahlten Gewebes an und fördert somit den Heilungsprozess. Die therapeutischen Anwendungsgebiete in der Pferdemedizin sind beispielsweise Hautstörungen, also Wunden und auch postoperative Wunden, entzündliche Prozesse, wie zum Beispiel Abszesse und chronische Wunden mit Wundheilstörungen oder auch Wundinfektionen.

Ein weiterer Bereich, in dem Laser oftmals erfolgreich zum Einsatz kommen, ist die Tierakupunktur. Der Laserstrahl ersetzt die herkömmlichen Akupunkturnadeln, trifft aber die gleichen Akupunkturpunkte. Die Behandlung ist für die Tiere wesentlich stressfreier und das Infektionsrisiko, das bei Einstichen ja immer besteht, fällt weg.